Archive for the ‘Die BILD-Nische’ Category

Live-Berichte aus Haiti. 13. – 20. April 2010

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Rückkehr nach Port au Prince: Was macht eigentlich die Hilfe in Haiti?

haiti-091 Wir – drei Kollegen und ich – sind wieder für BILD in Haiti (bzw. bis Donnerstagmittag: auf dem Weg dorthin). Dieser Blog-Eintrag soll es jedem ermöglichen, unsere Eindrücke vor Ort “live” zu verfolgen und mit uns, falls gewünscht, in Kontakt zu treten. Außerdem habe ich hier die Hintergründe und Berichte von unserer ersten Reise zusammengetragen, da ich in 140 Twitter-Zeichen nicht alle Vorgeschichten erneut aufschreiben kann. Dieser Beitrag ist als Ergänzung zu dem gedacht, was wir für BILD berichten, als eine Art “Basisstation” für die Follower, die uns digital durch Port au Prince begleiten – generell ist der Blog (wie oft erwähnt) rein privat.

Vorgeschichte und Ziel

haiti-060 Eine Woche nach dem Beben in Haiti haben wir ein Hilfsflugzeug begleitet, das “Ein Herz für Kinder”organisiert hatte. An Bord: Ärzte, Logistiker, Koordinatoren von diversen Hilfsorganisationen. Sieben Tage lang haben wir die lebensrettende Arbeit mitten im größten Elend und Jammer verfolgt, haben Tage mit Blut und Tod erlebt, aber auch viel Hoffnung gesehen. Jetzt, drei Monate nach dem Beben, wollen wir erneut dokumentieren, was in Port au Prince geleistet wird, wie die Menschen mit ihrem Schicksal umgehen und selbst an ihrer Zukunft arbeiten – und wie wichtig es ist, dass wir die Not dort nicht vergessen.

  • Hier geht’s zu einer kurzen Vorstellung von uns Vier und unseren Berichten für BILD und BILD.de kurz nach dem Beben im Januar (insgesamt waren drei BILD-Teams damals vor Ort. Es ist sicherlich nicht meine Absicht, unsere Aufgaben besonders herauszustellen – aber darüber kann ich nun mal am meisten schreiben).
  • Hier ist eine Übersicht der Hilfsorganisationen, deren Arbeit wir bei unserem ersten Besuch begleiteten – und die wir auch diesmal wieder aufsuchen werden.
  • Hier habe ich aufgeschrieben, wie eure Tweets und Kommentare während unseres ersten Besuchs bei den Helfern und bei uns ankamen – und alle Tweets und Reaktionen zusammengefasst.

Einsatzorte

Auf der Karte sind die Orte markiert, die wir im Januar besucht haben – und die wir auch diesmal wieder aufsuchen. Wenn wir also von der “Klinik der Hoffnung” schreiben, findet ihr sie auf hier ebenso wie die Schule in Carrefour.


Haiti / Orte, von denen wir berichten auf einer größeren Karte anzeigen

Live-Videos

Falls ich einige laienhafte Handy-Videos drehen und übertragen kann, werden sie hier einlaufen. Mit Klick auf “Menü” bekommt ihr eine Übersicht (wie gesagt: Ich weiß nicht, ob es funktionieren wird. Ansonsten – und bis zu unserer Ankunft am Donnerstag ohnehin – seht ihr nach wie vor als Testbild den Blick von unserem Balkon in Berlin…) Die “echten” (professionellen) Videos von Nicole werden wir nach unserer Rückkehr veröffentlichen.

Twitter, Tweetphoto, Diskussion

In der Spalte rechts seht ihr die aktuellen Tweets, darunter die zuletzt per Tweetphoto getwitterten Fotos. Wenn ihr uns schreiben wollt, dann macht das am besten via Twitter. Gern auch per Mail. Und wer sich ganz tief reinfuchsen möchte: Hier gibt’s alle bisherigen Blog-Beiträge zum Thema Haiti in der chronologischen Reihenfolge.

Wer Ärzte, Sanitäter, Sozialarbeiter und Helfer in Haiti und an anderen Orten der Welt unterstützen will, kann hier für “Ein Herz für Kinder” spenden.

Bis bald in Berlin!

Was macht eigentlich Andreas Türck?

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Mehrere Leute haben mich in den letzten Tagen gebeten, mal aufzuschreiben, was aus Andreas Türck geworden ist. Der Grund für das plötzliche wiederkehrende Interesse ist klar: Zur Zeit steht mit Jörg Kachelmann erneut ein Prominenter wegen eines nicht bewiesenen Vergewaltigungsvorwurfs im Rampenlicht der Medien (zur Erinnerung: Türck wurde komplett und eindeutig freigesprochen).

Der Weg von Andreas Türck lässt sich schnell nachzeichnen: Nach seinem Freispruch 2005 hat sich der Ex-TV-Moderator und Pro7-Star zunächst weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. 2007 gründete er dann mit pilot media das Unternehmen pilot entertainment, das Web-TV-Formate entwickelt und produziert. Dort ist er Gesellschafter. Seine Karriere lässt sich online schnell nachlesen, u.a. bei Wikipedia oder in seinem Lebenslauf bei pilot selbst. Natürlich hat sich jemand, dessen Gesicht ganz Deutschland kennt, nie ganz vom Promi-Status verabschieden können. Aber es war wohl auch nie das Ziel von Andreas Türck, sich komplett zurückzuziehen. Wieso auch?! Er hat ja nichts verbrochen! Ebensowenig schließt er eine Rückkehr als Moderator komplett aus. In einem Interview mit news.de aus dem Juli 2009 sagte er:

Was die Moderation betrifft: Ich sage niemals nie. Wenn sich eine Möglichkeit bietet, auf die ich Lust hätte, die mich reizt und die dem digitalen Zeitalter entspricht, dann kann ich mir das gut vorstellen. Aber momentan ist das einfach nicht im Fokus. Mein jetziger Job füllt mich den ganzen Tag aus.

Natürlich kommt im Zusammenhang mit Andreas Türck und dem Strafprozess auch oft die Frage auf, ob nicht die Presse seine TV-Karriere auf dem Gewissen habe. Sehr eindeutige Meinungen dazu lassen sich ja zügig finden und nachlesen. Ich selbst war damals in keiner Weise involviert – und da ich meinen BILD-Job und dieses private Blog-Hobby nicht vermischen möchte, verzichte ich auf eine “öffentliche” Einschätzung zur Rolle der Medien bzw. von BILD in diesem “Fall”. Wer dennoch daran interessiert ist: einfach anmailen – dann können wir gerne Meinungen austauschen.

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April 2nd, 2010 at 8:30 pm

Was macht eigentlich die Schweinegrippe?

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Update: Ich kann folgenden Artikel nicht näher erläutern, da ich auch nicht mehr Infos parat habe. Aber diese Geschichte lief aktuell über die Nachrichtenagenturen (30.3.2010). Thema: Neue Welle rollt an.

Update 2: Seitdem wieder Ruhe – allerdings ohne Entwarnung

Update 3 (11.8.2010): So, nun hat auch die WHO die Schweinegrippe offiziell für beendet erklärt.

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Mit Blick zurück hört man allerhand Kommentare zur Berichterstattung über die Schweinegrippe: von “übermotiviert” über “lächerlich” bis hin zu “Panikmache”. Auch bei uns bei BILD beherrschte die Schweinegrippe wochenlang die Schlagzeilen, und nun werde ich immer mal wieder (hämisch/interessiert/vorwurfsvoll) darauf angesprochen, ob die Überschriften zu panisch waren. Experten warnten vor der Katastrophe, wieder und wieder rief BILD zu Impfungen auf – und mittlerweile lässt sich zum Glück sagen: Im Vergleich zu den Befürchtungen verlief alles doch sehr, sehr milde.

Nachdem ich nun (schon allein aus beruflichen Gründen) zig “Bilanz”-Artikel zum Thema Schweingerippe gelesen habe, finde ich (rein privat) die Einschätzung der FAZ dazu am passendsten. Der Absatz richtet sich zwar an die Weltgesundheitsorganisation WHO, trifft es aber doch sehr gut. Dort heißt es:

Die Kritik an voreiligen Warnungen, die im Ernstfall die richtigen Entscheidungen überhaupt erst möglich machen, ist müßig. Wichtiger wäre jetzt das öffentliche Eingeständnis der WHO und der nationalen Gesundheitsbehörden, dass die Pandemie zur Überraschung aller Experten bisher einen ungewöhnlich milden Verlauf genommen hat. Nur so kann man den Verschwörungstheorien, die sich um die Pandemie-Warnung ranken, glaubhaft den Wind aus den Segeln nehmen. In diesem Sinne ähnelt der Verlauf dieser Grippewelle anderen globalen Ereignissen wie etwa der Finanzkrise: Hinterher sind immer alle klüger.

Aber: Was macht jetzt eigentlich die Schweinegrippe? Offiziell gilt wegen des neuen H1N1-Virus noch immer die höchste Pandemie-Warnstufe der Weltgesundheitsorganisiation WHO (Stufe 6). Auch die Tatsache, dass bereits seit Ende vergangenen Jahres die Verdachtsfälle in Deutschland nicht mehr gemeldet werden müssen, war keine inoffizielle Entwarnung. Im Gegenteil: Damals nahmen die Zahlen einfach zu stark zu. Beruhigender sind da schon die Zahlen aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts: Demnach wurden in der Woche vom 6. bis 12. März 2010 29 neue Erkrankungsfälle gemeldet. Deutschlandweit, so heißt es da, sei die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen konstant geblieben und liege weiter im leicht erhöhten Bereich. Kurzum: Die Welt ist normal und nicht am Rande einer Katastrophe.

Insgesamt wurden dem Robert-Koch-Institut bislang knapp 226 000 Schweinegrippe-Fälle gemeldet, es gab 246 Todesfälle im Zusammenhang mit der “Neuen Influenza”. Weltweit spricht die WHO von 213 betroffenen Ländern und Regionen mit insgesamt mindestens 16813 Toten. Klingt viel – aber die Experten sind sich einig, dass dies bei weitem nicht an die Zahl der Opfer einer “normalen” Grippesaison heranreicht.

Da sich nicht einmal jeder zehnte Deutsche hat impfen lassen, schließt sich fast logisch die nächste Frage an: Was macht eigentlich der Impfstoff Pandemrix? Die Antwort lieferte dpa vor wenigen Tagen und ist z.B. hier nachzulesen.

Dass auch das Interesse an Schweinegrippe nachgelassen hat, zeigt mal wieder ein Blick auf Google Insights for Search. Verglichen habe ich hier die Suchbegriffe Schweinegrippe (hellblau), Grippe, Schnupfen, Husten, Erkältung. Wie man sieht, dümpeln sie mittlerweile alle im niedrigen Bereich.

Fazit: Die große Schweinegrippe-Welle ist in Deutschland fast bis zur Unmerklichkeit abgeebbt. Die Schweinegrippe gibt es noch – aber irgendwie macht sie keinem mehr so richtig Angst.

Wer dennoch live auf Stand gehalten werden möchte, kann sich in den “Flu-Tracker” reinfuchsen. Diese “Live-Karte” der Ausbreitung, schaffte es vergangenen Frühling größer in die Medien. Ich halte die Zahlen allerdings für sehr wackelig, da sie auch nicht mit den offiziellen Reports korrespondieren.

Written by admin

März 21st, 2010 at 9:14 pm