Archive for the ‘Zlatko’ tag

SEO-Party und SEO-Kater in der Webnische

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SEO, Googleoptimierung, Suchmaschinenoptimierung, Andreas Türck, Google… So, damit wären alle Keywords gleich zu Beginn untergebracht und unser SEO-König Gerno (auf dessen Blog ich hier gerne verlinken würde, um noch produktiver zu optimieren und Pingback-Bonuspunkte zu bekommen – aber leider finde ich seine Blog-URL nicht) würde mir anerkennend auf die Schulter klopfen.

Dieser krampfige Einstieg musste leider sein – denn ab heute sehe ich mich als waschechten SEO-Experten!

Wie ich mir den Titel verdient habe? Keine Ahnung! Jedenfalls wunderte es mich, dass plötzlich die Seitenzugriffe (verhältnismäßig) sprunghaft anstiegen. Ein Blick in Analytics zeigte mir, dass viele Besucher über den Suchbegriff “Andreas Türck” herfanden. Also fix bei Google nachgeschaut: Da erscheint die Webnische tatsächlich auf Platz 4.

Andreas Türck auf Google - Webnische als 4. Ergebnis (ausgenommen: Bilder, Videos)

Andreas Türck auf Google - Webnische als 4. Ergebnis (ausgenommen: Bilder, Videos)

Daraufhin habe ich nochmal gestöbert, was so die zehn (oder neun) Kernregeln zur Suchmaschinenoptimierung sind und stellte fest, dass ich in diesem Fall (fast versehentlich) das Meiste richtig gemacht habe – offenbar prägen sich die Schulungen auch unterbewusst ein.

Und so kam ich wieder ins Grübeln über SEO – und zu folgender Meinung:

  • Es ist sinnvoll und wichtig, gut gefunden zu werden. Am Kiosk freue ich mich auch, wenn unsere Zeitung ganz oben ausliegt und sich nicht versteckt.
  • Als Medium sollte man sich dorthin bewegen, wo der Leser einen sucht – und nicht darauf warten, dass er von selbst den Weg findet. Insofern ist SEO auch eine journalistische Maßnahme.
  • Es ist nichts falsch daran, ein Auge auf Google-Abfragen zu haben, um zu sehen, für welche Themen sich User interessieren. Wenn Leute zuhauf Fragen zu Themen haben oder es ein gebündeltes Interesse gibt, ist es eine journalistische Aufgabe, diese Themen aufzugreifen und zu erörtern.
  • Wenn ich es schaffe, Google-Besucher auf meiner Seite dank der Inhalte zu halten und zum Wiederkehren zu bewegen, ist SEO eine tolle Möglichkeit, User auf sich aufmerksam zu machen.
  • Dennoch bleibt das Wichtigste der journalistische Inhalt, die Gestaltung und die Form – gerade für Medien. Ich nehme wesentlich lieber eine schlechte Google-Platzierung in Kauf als meine Inhalte zum fachlich oder gestalterisch Schlechten zu verbiegen, nur um Google zu gefallen. Langfristig wird das auch von Lesern honoriert.
  • Ergo: Markentreue und Direkteinstiege sind mir wichtiger als Google-Traffic.
  • Zum Glück kann man das eine tun, ohne das andere zu lassen.

Die Zlatko-Geschichte bei Google

Die Zlatko-Geschichte bei Google

Okay, das sind vielleicht Binsenweisheiten – aber so mancher wird wissen, wie heiß und leidenschaftlich das Thema in Redaktionen diskutiert wird. Und nun habe ich auch meine persönliche Sicht der Dinge beigetragen.

Irgendwie ist es auch schade zu erkennen, dass es mitnichten plötzlich mehr treue Webnischen-Besucher gibt – sondern die Zahl allein Google zu verdanken ist.

Ein schneller Nachtrag: Gerade festgestellt, dass auch “Was macht eigentlich Zlatko?” ganz gut im Google-Rennen liegt. Immerhin noch auf Seite 1! Direkt vor… Oh… Das muss ein technischer Fehler sein.

Written by admin

Mai 4th, 2010 at 9:10 pm

Was macht eigentlich Zlatko von Big-Brother?

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Ganz im Ernst: Ich fand’s aufregend, vor knapp zehn Jahren Zlatko zum Interview zu treffen. Schließlich war er damals ein Superstar! Der liebenswerte Proll aus Big Brother, der nicht wusste wer Shakespeare ist – und der als gefeierter Held aus dem Container in die normale Welt zurückkam. Was bei dem Interview rauskam, weiß ich nicht mehr. Aber das passt ganz gut: Generell scheint es so, als hätte Deutschland Zlatko längst vergessen. Also gucken wir mal nach, was aus ihm wurde (aber zunächst das Video seines legendären Shakespeare-Auftritts):

Nach der Big-Brother-Zeit ging es ganz kurz ganz steil nach oben.
Die Single “Ich vermiss dich wie die Hölle” hielt sich 15 Wochen in den Charts, sein Duett mit Jürgen (“Großer Bruder”) sogar 16 Wochen. Neulich in der Chartshow landete besagter Titel auf Platz 12 der erfolgreichsten Pophymnen aller Zeiten (gleich hinter “When the rain begins to fall” und direkt vor “Stumblin in”)
Es folgten die eigene TV-Show “Zlatkos Welt” (nach sechs Folgen abgesetzt), eine Rolle im Kinofilm “Mr. Boogie” (der es nie in die Kinos schaffte), die eigene Biersorte “Shakesbier” (nach kurzer Zeit Produktion eingestellt), ein Auftritt als Vorentscheid-Kandidat für den Eurovision Song Contest (bei dem er ausgepfiffen wurde). Quelle: Wikipedia
Die Hamburger Morgenpost führte das “Zlatkometer” als Promi-Check ein (Untertitel: heute berühmt, morgen vergessen)

Heute – das besagen alle Quellen, die ich auf die Schnelle finden konnte – lebt Zlatko Trpkovski wieder in einer Kleinstadt bei Stuttgart und arbeitet als KfZ-Mechaniker. Er hat sich zurückgezogen und gibt kaum noch Interviews.

Ein BILD-am-Sonntag-Reporter traf ihn vor drei Jahren. Er beschreibt ihn in seinem Text als misstrauisch und enttäuscht. Kontakt zu seinem Ex-Kumpel Jürgen habe er nicht mehr, das Geld aus den Plattenverkäufen sei längst futsch. Zitat von 2007aus der BamS: “Alle meinten ich sei das Superpferd, der Goldesel. Hinterher war ich der Dumme.” Sein Fazit: “Jetzt repariere ich wieder Autos.”

Written by admin

März 26th, 2010 at 9:48 am